Verwaltungsreform in Sachsen: BTB legt Standpunktpapier vor
BTB Sachsen bleibt für eine positive Zukunft im Gespräch
Der öffentliche Dienst in Sachsen steht vor umfänglichen Veränderungen. Am 29. April 2026 hat die Staatsregierung nach einer viertägigen Kabinettsklausur eine umfassende Modernisierungsagenda beschlossen – mit Auswirkungen auf zahlreiche
technische Fachverwaltungen.
Was hat die Staatsregierung beschlossen?
Die Modernisierungsagenda sieht unter anderem folgende Strukturveränderungen vor:
die Zusammenführung von LASuV und GeoSN zu einem neuen Landesamt für Infrastruktur (Gründung für 2028 vorgesehen, das Landesamt für Denkmalpflege wird dabei nicht einbezogen), die Zusammenlegung von Landesamt für Archäologie und Landesamt für Denkmalpflege unter dem Dach der Landesdirektion Sachsen, die Auflösung der Digitalagentur Sachsen mit Integration in das SMWA, die Eingliederung des Landesamts für Verfassungsschutz als Abteilung ins Innenministerium sowie die Prüfung einer Konzentration der Grundbuchämter von aktuell 25 auf maximal 5 Standorte. Hinzu kommen ein geplanter Stellenabbau von 8.773 Stellen bis 2040 über den demografischen Wandel sowie Pläne zur Änderung der Ruhestandsregelungen für Beamtinnen und Beamte, einschließlich der Abschaffung des abschlagsfreien Ruhestandes.
Wir fordern von der Staatsregierung: keine Stellenabbau ohne sozialverträgliche Begleitung, frühzeitige Beteiligung der Personalvertretungen und Gewerkschaften, ausreichende Ressourcen für die Digitalisierung und einen realistischen Umsetzungszeitplan.
Anlage 1 Standpunktepapier Reform 2026